Bendis ist ist die Göttin der Jagd und die sanfte Herrscherin über Himmel und Erde. Ihr Name bedeutet „die Leuchtende“ und „die Verbindende“. In sich verbindet sie das kämpferische der Jagd und die Sanftheit des Mondes.

Bendis ist quasi Gast im alten Athen, denn als Göttin aus dem Norden – in dem Fall Thrakien (östlicher Balkan), wurde ihr als Dank für eine Allianz ein besonderer Platz im griechischen Götterhimmel gewährt.

Ihr zu Ehren wurden in Athen auch große Zeremonien und Prozessionen, genannt Bendideia abgehalten, einem nächtlichen Fackelzug, der in einem orgiastischen Fest endete. Zeitpunkt dafür war der Vollmond zwischen Mai und Juni.

Blue Moon

Besonders verehrt wird Bendis zum „Blue Moon“. Die Worte Monat und Mond stammen aus dem gleichen Ursprung. Die patriarchale Struktur teilt das Jahr in 12 Monate mit ungleich vielen Tagen — 28, 29, 30, 31. Dieser Kalender orientiert sich am Sonnenlauf.

In matriarchalen Zusammenhängen existierten dagegen 13 Vollmonde in einem Jahr. Ein System, welches die Unterteilung deutlich vereinfachen würde. (365:28 = 13). Ungefähr alle 2 ½ Jahre gibt es auch in unsrem Kalender 13 Vollmonde. Dann gibt es zwei Vollmonde innerhalb eines Monats. Dieser zweite Vollmond wird dann auch „Blue Moon“ genannt.

Der weibliche Rhythmus

Der ursprüngliche Menstruationsrhythmus der Frauen gleicht dem Mondrhythmus. Der „Blaue Mond“ ist somit ein deutliches Zeichen der ursprünglichen Kräfte. Ein Moment, in dem Frauen feiern und Bendis anrufen, um ihre weibliche Kraft zu zelebrieren, die auf der einen Seite sanft und liebevoll, auf der anderen aber wild und grimmig sein kann.

Diese zwei Aspekte entsprechen absolut der ursprünglichen weiblichen Kraft. Wir können dies in unserem Zyklus deutlich wahrnehmen. Während im ersten Teil bis zum Einsprung Sanftheit und liebevolle Nährung anstehen, wird bei Nichtbefruchtung nach dem Einsprung rücksichtslos ausgeschieden. Für viele Frauen ist dies auch emotional spürbar. Anstatt dies zu bekämpfen kann Bendis um Unterstützung und Annahme gebeten werden. Sie ist diejenige, die Himmel und Erde verbindet – die beide Aspekte vereint.

Wie du Bendis Energie für dich nutzen kannst

Jeder „Blue Moon“ ist der perfekte Zeitpunk, um Bendis is einer Zeremonie zu ehren. ( 31. Juli 2014, 31. Januar 2018, 31. März 2018)

Wenn du unter deinem Zyklus „leidest“, dann ist Bendis die richtige Ansprechpartnerin. Kreiere deinen eigenen heiligen Ort, sorge dafür, dass du gut 30-45 Minuten ungestört bist, zünde eine Kerze an und Räucherstäbchen. Mach dir die passende Musik im Hintergrund an. Hab Zettel und Stift zur Hand. Schließe deine Augen und atme dreimal tief ein und aus. Bitte Bendis um ihre Unterstützung zu deinem Thema und halte deinen Fokus nach innen. Vielleicht richtest du deinen inneren Blick auf deine Gebärmutter. Spür hinein und lass dich von dem überraschen, was dir gezeigt wird.

Öffne deine Augen und schreibe auf, was du gesehen und gefühlt hast. Danach beantworte die Frage: was darf ich gehen lassen, um mehr Entspannung zu erfahren? Schreib weiter. Und abschließend: Was darf ich einladen um in meine Kraft zu kommen? Schreib weiter. Am Ende lies dir deine Aufzeichnungen durch und überlege, was du im Hier und Jetzt konkret tun kannst um das geschriebene ins Leben zu holen. Bedanke dich bei Bendis für die Führung.