The misconception

[separation, shift, trial ]

Als Kind habe ich gelernt, dass funktionieren mich weiter bringt als mit den Feen zu spielen. Es gab unzählige Ereignisse, die mich von meiner Urkraft entfernt haben. Meine Oma, zog bei uns ein, als ich 2 war. Sie fand Leistung wichtiger als Liebe, Konformität wichtiger als Kreativität und alles was sie nicht sehen oder spüren konnte – außer ihrer Angst und der Verachtung ihrer eigenen Weiblichkeit – existierte nicht. Ich versuchte also klein und unscheinbar zu sein, brav zu funktionieren und hörte auf zu sagen, was ich sah und spürte. Als ich 4 war bekam meine Mutter die Diagnose Krebs. Ich malte ihr ein Bild mit einem Schmetterling im Käfig und sagte ihr der Schmetterling muss nur aufhören mit den Flügeln zu schlagen, dass wäre er frei.

Ich kam ein Jahr zu früh in die Schule und verstand schnell, wie das System funktionierte. Es war ganz einfach. Leistung geht mit Belohnung einher – Noten, Schokolade, Liebe. Wenn ich etwas will, muss ich etwas dafür tun. Ich werde für das geliebt, was ich tue, nicht für die ich bin. Ich perfektionierte meinen „Auftritt“ und wurde dafür mit guten Noten, Klassensprecher sein und coolen Freunden belohnt.

Selbstverständlich mache ich ein gutes Abi und beginne zu studieren. Als wäre das nicht genug leite ich die studentische Unternehmensberatung und gehe mit 21 in die USA. In den USA fühle ich mich das erste Mal in meinem Leben frei – von Erwartungen und der Vergangenheit. Gleichzeitig meldet sich meine Hellsichtigkeit, die ich seit Jahren erfolgreich verdrängt habe.

Nach meiner Rückkehr gründe ich eine Studierendenorganisation, mache ein Praktikum im Europäischen Parlament und beim DIHK in Brüssel. Während meine Diplomarbeit gedruckt wird, fliege ich nach Slowenien. Ab jetzt manage ich 14 Länder einer globalen NGO. Ich ziehe zu meinem Freund nach Hamburg.

Bis hierher verläuft es alles eigentlich ganz wunderbar. Ich habe alle Schicksalsschläge (Trennung der Eltern, unfreiwilliges erstes Mal, Schikane der Oma….) gut weggesteckt und habe mein Soll erfüllt. Doch die Belohnung blieb aus.

The awakening

[revelation, desire, delusion]

Mit Mitte 20 sitze ich in einer wunderschönen Altbauwohnung in Hamburg, habe einen Top-Job, und meinen Freund mit einen Glas Rotwein neben mir und irgendwie fühlt es sich nicht so an wie es in den Magazinen aussieht. Ich wiege 15 Kilo mehr und habe das Gefühl nicht wirklich bei mir zu sein. Mein Herz sagt: „Es gibt einen anderen Weg. Werde die du bist.“ Also kündige ich trotz Beförderung und schlage alle Angebote aus. Der erste Schritt ist gemacht.

Ein Jahr später bin ich Single, selbständig und alleinlebend. Ich arbeite als Networking-Expertin, berate Gründerinnen und betreue Social-Entrepreneurship-Projekte. Das Business läuft, ich bin viel unterwegs. Mein bester Freund stirbt bei einem Autounfall und erscheint mir. Es ist, als ob mich jemand wach rütteln will. Zeit für Schritt zwei: Ich erkenne, dass es nicht das Wie ist, was die Welt verändert, sondern das Was.

Ich springe durch Self-Development-Seminare auf der Suche nach dem „mehr“. Doch obwohl ich die Spielwiese wechsele, bewege ich mich in dem gleichen System. Es geht immer noch um Leistung, besser werden und Optimierung. Ich erkenne: Das, was ich suche werde ich dort nicht finden. Zeit für Schritt drei.

The transformation

[recreation, healing, union]

Ich suche nach der ursprünglichen Weisheit und will herausfinden, wer ich wirklich bin. Ich lerne von Maya-Priesterinnen, lausche Medizinfrauen, lache mit weisen Alten aus Alaska und laufe mit Curanderas. Ich öffne mich meiner femininen Kraft und heile die Trennung und falschen Wahrheiten aus meiner Kindheit. Ich merke, wie meine Welt sich ändert und wie ich in meine wahre Kraft komme.

Ich erkenne, dass ich egal was ich tue, immer anecken werde. Dass ich, wenn ich mich zurücknehme, ich trotzdem auffalle, aber gleichzeitig mir selber schade. Dass ich mich in diesem System drehen und wenden kann wie ich will und nicht glücklich werde. Denn es wurde nie für mich gemacht.

Aber ich brauche noch einen Wink mit dem Baumstamm: Ich werde von einem Auto angefahren. Mein Gesicht ist zertrümmert und ich bin erschüttert. Es ist wie die letzte Justierung meines Kompasses. Ich kündige all freien Jobs und schließe meine Coaching Praxis. Diesmal ist es kein Schritt, es fühlt sich an wie ein Sprung ins Unbekannte. Und so springe ich von der Straße in den Urwald.

The soulution

[clarity, vision, truth]

Ab jetzt gehe ich alleine, denn ich betrete unbekanntes Terrain. Ich muss den Pfad selber finden. Und so mache ich mich auf den Weg zu meiner urfemininen Kraft, meinem wahren ich. Derjenigen, die dieses System erschüttern wird. Und erkenne, dass die Quelle meiner Suche die Verleumdung meiner femininen Kraft ist.

Und so tauche ich tiefer zum Ursprung. Auf dem Weg wandele ich durch die Wüste Arizonas, tanze mit den Zuni in New Mexiko, besuche die Tempel auf Gozo und erkenne: es ist wahr, was Oraibi sagte:

Wir sind diejenigen auf die wir gewartet haben.

Ich lerne mich meiner femininen Kraft hinzugeben, mich mit ihr zu versöhnen und zu vereinen. Ich erkenne die wahre Macht, die vom weiblichen ausgeht und zucke im ersten Moment zusammen, als mir klar wird, wer wirklich in mir steckt. Und dann stehe ich im Nebelwald auf La Gomera und umarme ich sie aus vollem Herzen.

Und ich erkenne: um all das, was in mir steckt nach außen zu bringen, braucht es eine kraftvolle maskuline Seite. Also gehe ich in meine Kraft und lerne nach vorne zu gehen ohne zu pushen.

Ich werde klarer in meinem Aussagen und traue mich mehr, mich so zu zeigen wie ich bin. Ich erlebe das erste Mal Momente wahrer Freiheit. Ich heiße die Seelen-Seismographin und Wahrheits-Wiederbringerin willkommen. Ich erschüttere den Status-Quo und weiß, dass ich hochintelligent und hochsensibel sein kann. Ich verabschiede „entweder-oder“ und lebe „MEHR“.

The embodiment

[commitment, expression, freedom]

Ich arbeite mit wunderbaren Frauen, lebe Sisterhood und bin in Frieden mit mir. Ich habe all die tiefen Lehren und die feminine Weisheit neu und passend für die heutige Zeit aufbereitet und mische Tradition und Moderne. Auf meinem Weg habe immer wieder beobachtet, wie die Wirkung tiefer Praxis und wirklich wirksamer Methoden verpuffen, weil sie in unseren heutigen Alltag nicht nachhaltig integrierbar sind.

Ich weiß, dass ich damit einigen meiner Lehrer vor den Kopf stoße, denn ich bin diejenige, die den Status Quo erschüttert. Ohne Label, ohne Dogma, ohne Diziplin. Voller Hingabe an diejenigen, mit denen ich arbeite.

Heute habe ich ein funktionierendes Business, gebe Circles und kann mir meinen Arbeitsort aussuchen. Ich initiiere den Sisters‘ March und starte die Shevolution. Denn die Zeit ist jetzt. Ich weiß warum ich hier bin und was ich in die Welt bringen möchte. Ich kenne meine Wahrheit. Und ich sehe deine Wahrheit und kann dich zu ihr führen.

The conception

[embrace, creation, manifestation]

Es ist die Zeit, dass wie als Frauen endlich wieder die werden, die wir sind. Es ist die Zeit, dass wir beginnen das Neue zu schaffen, für uns. Es ist die Zeit, dass wir aufhören nach Spielregeln zu spielen, die nicht die unseren sind, sondern dann wir anfangen unser eigenes Spiel zu spielen.

Es ist an der Zeit gemeinsam unsere Träume verwirklichen und die Welt verändern. Ich kenne deinen Weg nicht, aber ich kenne die Tools, die dir dabei helfen ihn zu finden. Ich habe sie auf meinem Weg eingesammelt und teile sie gerne mit dir.

Sie mich als deine Schwester, die dich an die Hand nimmt und gemeinsam mit dir durch deine Shevolution tanzt, in die Dunkelheit absteigt und die Sterne vom Himmel holt. Als diejenige, die unerschütterlich an deiner Seite ist, dich anschubst, damit du fliegen kannst.

Als diejenige, die dich anfeuert, wenn du dich aus dem Kokon kämpft, aber weiß, dass es wichtig ist, dass du selber dort hindurch gehst, damit deine Flügel durchblutet werden. Als diejenige, die mit dir bis in die Wolken fliegt und dir zeigt, wie du auf der Erde dein Leben nach deinen Wünschen gestaltest.

Bist du dabei?