Ostara ist die Frühlingsbotin und eine Fruchtbarkeitsgöttin, Tochter von Frigg und Wotan. Jedes Jahr kämpft sie erfolgreich gegen die Eisriesen des Winters und Kälte und der Frost müssen sich zurückziehen. Dann sendet die Sonne ihre wärmenden Strahlen auf die Welt – der Frühling beginnt.

Ostara sorgt dafür, dass die Erde wiedergeboren wird. Der Winter muss ihr weichen und sie spendet der Erde Fruchtbarkeit. Die Zeit des Wachstums und des Lebens beginnt, die ersten Samen werden gesät, Keime gepflanzt und das Wachstum beginnt. Das Neue entsteht und schafft sich seinen Raum. Das Osterfest – als Fest der fruchtbarkeit steht eng verbunden mit Ostara.

April, April

Ostaras Monat ist der April, die Feierlichkeiten ihr zu Ehren finden entweder zur Tag- und Nachtgleiche am 21. März statt oder beim ersten Frühlingsvollmond. Die Tag- und Nachtgleiche markiert den Punkt im Jahr, an dem Licht und Schatten, Tag und Nacht im absoluten Gleichgewicht sind, danach nimmt das Licht wieder Oberhand.

Das Entfachen des inneren Feuers

Ostara leitet eine Wende ein. Nach dem harten Winter, in dem wir uns zurückzogen, meldet sich nun eine neue Kraft – begünstigt durch das Licht und das Wachstum um uns herum. Mit dem zunehmenden Licht wird auch unser inneres Feuer dank Ostara wieder entfacht.

Die Göttin Ostara steht für Erneuerung, beginnendes Leben und Neuanfang. Sie hilft uns bei der Verwirklichung unserer Ziele. Nach der langen Zeit der Innenorientierung in den Wintermonaten, unterstützt sie uns dabei den Blick wieder nach Außen und die Energie wieder in den Körper zu lenken. Die bekannten „Frühlingsgefühle“ werden auch als ein Impuls von Ostara verstanden.

Von Eiern und Hasen

Das Brauchtum rund um die Oster- und Frühjahrsfeste hält die Erinnerung an die Feste zu Ehren der Göttin heute noch wach, auch wenn die christlichen Kirchen diese Kulte als Osterfest für sich reklamieren.

Das Fest zu Ehren Ostaras ist eine gute Zeit, sich von Altem endgültig zu lösen und etwas Neues anzufangen. Gedanken, Träume und Wünsche in dieser Zeit sollen besondere Beachtung finden und in Erfüllung gehen.

Wie kannst du die Energie von Ostara für dich nutzen?

Rund um die Osterzeit ist die ideale Zeit für Fruchtbarkeitszauber und Sexualmagie.

Was auch immer du ins Leben bringen möchtest, Ostara ist dazu eine wunderbare Unterstützerin – auch außerhalb dieser besonderen Zeit.

Um die Kraft von Ostara zu nutzen, kannst du dich mit ihren Symbolen verbinden. Lieblingstier und Begleiter der Ostara ist der für seine Fruchtbarkeit und grenzenlose Vermehrung bekannte Hase. Daneben steht das Ei als Urzelle und Symbol des keimenden und werdenden Lebens. Ein weiteres heiliges Tier der Ostara ist der Marienkäfer.

Baue dir ein symbolisches Nest, in welches du Hasen (aus Schokolade, Pappe…) und Eier legst. Gerne in den Farben rot und gelb.

Suche dir einen ruhigen Ort. Entzünde als Symbol für das Licht Kerzen um das Nest herum. Stimme dich ein und bitte die Göttin um ihre Unterstützung für deine Projekte, Wünsche, Ideen. Du kannst mit Estragon räuchern, dieser wird ebenfalls der Göttin zugeschrieben. Oder du legst etwas Estragon mit in das Nest. Lege nach und nach deine Gaben in das Nest, jede davon steht für einen Teil deines Wunsches. Wenn du all deine Gegenstände in das Nest getan hast verweile etwas und lausche. Vielleicht kommt dir ja schon direkt eine Eingebung oder du bekommst einen Hinweis. Sitze im Dialog mit der Göttin. Am Ende bedanke dich und leg das Nest unter einen Baum oder einen für dich stimmigen Ort.

Achte nach deinem Ritual auf die Zeichen, siehst du danach Marienkäfer, Eier, Hasen? Diese können auch auf einem Aufkleber, in einer Zeitschrift oder sonstwo als Symbol auftauchen.

Und bevor du schlafen gehst, bitte um einen Traum, an den du dich am nächsten Morgen erinnerst. Schreib dir auf was dir am nächsten Morgen im Kopf blieb.

Das Bild ist von Helena Nelson Reed gemalt.