Das neue Jahr nähert sich mit Siebenmeilenstiefeln. Für viele ist dies der Moment um noch einmal inne zu halten, zu reflektieren und vor allem, um die Vorsätze für das neue Jahr zu schmieden.

WOHIN MIT ALL DEN VORSÄTZEN?

Gerade jetzt werden oft schon die Vorsätze für das neue Jahr formuliert. Ob das aufgefrischte Sport-Programm, die „No Sugar Challenge“, mit dem Rauchen aufzuhören, bestimmte Karriere-Ziele oder mehr zu meditieren: all diese Ziele und Vorsätze sind absolut löblich. Die Erfahrung zeigt aber, wie leicht es ist an ihnen zu scheitern. Dabei muss das nicht sein, wenn du einige Punkte beachtest.

ALTES GEHEN LASSEN

Bevor wir etwas Neues einladen ist es sinnvoll Platz zu schaffen und auszumisten. Denn neue Gewohnheiten und Vorsätze brauchen Raum und Platz. Mach dir vor Silvester bewusst, was du im alten Jahr lassen willst. Dies kannst du auf allen Ebenen tun. Welche Beziehungen dürfen gehen? Welche Dinge brauchst du nicht mehr? Welche Angewohnheiten können getrost losgelassen werden?

Nimm ein Blatt Papier, falte es hochkant in der Mitte und schreibe alle die Punkte auf die linke Seite. Dann schreibst du jeden einzelnen Punkt auf einen Papierschnipsel. Zünde eine Kerze (auf feuerfester Unterlage) oder den Kamin an und verbrenne jeden einzelnen Schnipsel mit den Worten: „Hiermit lasse ich … gehen. Ich brauche … nicht mehr und schaffe Platz für Neues.“

NEUES EINLADEN

Nachdem du das Alte gehen lassen hast, kannst du den freigewordenen Raum nutzen und beginnen Neues einzuladen. Das können Vorsätze, Wünsche und Ziele sein. Du kannst deine Liste von Altem nutzen und die rechte Spalte des Papiers nutzen, um aufzuschreiben, was an die jeweilige Stelle treten soll. Das müssen nicht genauso viele Dinge sein wie zuvor. Es dürfen auch weniger sein, die eventuell einfach jeweils mehr Raum einnehmen. Und es kann auch sein, dass du einfach aus dem Herzen – ohne Liste – aufschreibst, was im neuen Jahr passieren soll.

Dann nimm dir jeden dieser Vorsätze und schreib daneben woher du weißt, wenn du diesen Wunsch, dieses Ziel erreicht hast. Gibt es einen bestimmten Moment? Beispielsweise der Zieleinlauf beim Stadt-Marathon oder der Kontoauszug zu einem bestimmten Datum?

Als nächstes notiere dir, welches Gefühl zu diesem Moment gehört. Wie willst du dich fühlen? Werde dabei so genau wie möglich. Dann schaue dir deine Liste an. Haben sich vielleicht schon Ziele verändert? Wähle dir maximal 5 große Ziele und 5 kleine Ziele für das neue Jahr.

RÜCKWÄRTS DURCH DIE ZEIT

Nimm deine Top 10-Vorsätze und notiere sie ganz rechts ordentlich untereinander auf einem quer liegenden DIN A4 Papier. Dort befindet sich die Zukunft. Nun gehe aus der Zukunft Schritt für Schritt zurück. Welcher Schritt liegt vorm Erreichen des Ziels? Und welcher liegt davor?

Erstelle somit quasi rückwärts deine Meilensteine, die Momente an denen du Etappen-Siege feiern kannst und die zeigen, dass du deinem Zielt näher gekommen bist. Die daraus entstehende Übersicht nimmst du als Basis, um deinen Kalender zu füllen. Mit genau diesen Meilensteinen. Und den Tätigkeiten, die du unternimmst, um sie zu erreichen.

Wenn du deinen Kalender so gestaltest, kannst du sicherstellen, dass du deine Vorsätze auch umsetzen kannst. Du hast definitive Zeit für die Dinge eingeplant, die dir wichtig sind, die Termine sind blockiert und die Prioritäten gesetzt.

DER ÜBERGANG

Es gibt eine schöne Tradition, das Alte im alten Jahr vor Mitternacht am 31.12. zu verbrennen und das Neue am 1. Januar einzuladen. Somit ist die Feier dazwischen, dass auch das Zelebrieren eines wahren Neuanfangs.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Setzen deiner Ziele und Wünsche.

Alles Liebe,
KAJA